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TURBA DELIRANTIUM

 

 

Mathematik

Rechensseil (13-Knoten-Seil)

Repräsentation der Mathematik aus dem Hortus DeliciarumDas Rechenseil war eine beliebte Rechenhilfe des Mittelalters, mit Hilfe dessen man verschiedene mathematische und geometrische Probleme einfach lösen konnte. Ein Rechenseil hatte im allgemeinen mindestens 13 Knoten in gleichem Abstand. Mehr Knoten waren speziell für die Multiplikation und Division von Vorteil.

Im Bauwesen war das 13-Knotenseil für die Architekten unverzichtbar.

13-Knotenseil
© Photo: Claudia Krebs


Folgende Anwendungen waren üblich:

Mathematisch:

Addition:
X + Y = Z
Man zählt erst X Knoten ab, dann Y weitere. Die Gesamtzahl der abgezählten Knoten ist Z.
Subtraktion
X - Y = Z
Man zählt erst X Knoten ab und geht dann Y zurück. Die Gesamtzahl der abgezählten Knoten ist Z.
Multiplikation
X * Y = Z
Man zählt X Knoten ab und legt diese Strecke Y mal zusammen. Die Gesamtzahl der abgezählten Knoten ist Z.
Division
X / Y = Z (Rest Q)
Man zählt X Knoten ab. Davon nimmt man Y und legt diese so oft zusammen, bis alle aufgebraucht sind. Die Anzahl der Zusammenlegungen ist Z. Übrig gebliebene Knoten sind der Rest Q.

Geometrisch:

Rechter Winkel Man nagelt Anfang und Ende des 13-Knotenseils zusammen. Für die Grundseite zählt man 5 ab und nagelt dieses fest.. Für die Senkrechte darauf benötigt man 4 Knoten. Durch das Spannen dieser Seiten entsteht ein rechtwinkliges Dreieck. 
Gleichseitiges Dreieck Man nagelt Anfang und Ende des 13-Knotenseils zusammen. Für die Grundseite zählt man 5 ab. Für die Seiten darauf benötigt man jeweils 5 Knoten. Durch das Spannen dieser Seiten entsteht ein gleichseitiges Dreieck. 
Kreis Man nagelt ein Ende fest und befestigt einen Griffel an der gewünschten Stelle. Dann führt man den Griffel am gespannten Seil einmal herum.

Autor: Gunter Krebs

 

 

Listinus Toplisten Ego Gunter Krebs indignus programator scripsi hunc situm TelaeTotiusTerrae anno domini 2003 Turba Delirantium
© by Turba Delirantium und Gunter Krebs (2003), alle Rechte vorbehalten  Jegliche Veränderungen, Kürzungen, Nachdrucke (auch auszugsweise) bedürfen der Genehmigung der Verfasser.

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