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  Bärlauch

    

Bärlauch (Allium ursinum)
© Photo: Claudia Krebs
 

Botanische Beschreibung:  Bärlauch (Allium ursinum), auch Wilder Knoblauch, Waldknoblauch

Familie: Zwiebelgewächse, Alliaceae

 

Der Bärlauch gehört mit Zwiebeln und Lauch  in die Gattung Allium, die als typische Vertreter der Familie der Zwiebelgewächse, Alliaceae gelten.

Es handelt sich um  mehrjährige Pflanzen, die im zeitigen Frühjahr vor dem Laubaustrieb der Bäume in der Regel zwei (selten 1 oder 3) grundständige, saftig grüne, lanzettliche, paralellnervige, gestielte bis 28 cm lange Blätter treiben, die vom Aussehen leicht mit den Blättern von Maiglöckchen verwechselt werden können, jedoch durch starken Knoblauch-Geruch beim Zerreiben kaum verwechselt werden können

Die Pflanze benötigt nährstoffreiche, lockere, tiefgründige und humose Böden in sickernassen und staufeuchten Lagen - vorzugsweise schattige Laub-, Misch- oder Auenwälder. In den Alpen ist der Bärlauch bis zur Buchengrenze zu finden. Häufigv findet man große, sehr individuenreiche, dichte Bestände, deren Knoblauch-Geruch man aus einiger Entfernung wahrnehmabr ist Er ist in fast ganz Europa aber auch im Kaukasus und in Nordasien verbreitet, jedoch nicht auf nährstoffarmen und silikatisch-sauren Standorten.

Aus der Blattrosette entsprießt ein aufrechter dreikantiger oder runder Stengel, an dessen Ende die Blüten in einer 10-25-blütigen flachen bis kugelförmigen Scheindolde stehen. Diesternförmigen Blüten haben sechs reinweiße, vorne spitz zulaufende oder stumpfe Blütenblätter und erreichen einen  Durchmesser von 1-2 cm, welche auf geraden, 1-2 cm langen Blütenstielen sitzen. Blütezeit ist von April – Juni.

Brutzwiebeln im Blütenbereich werdn vom Bärlauch niemals gebildet. Die Samen besitzen kleine, fleischige Anhängsel, sog. Elaiosomen ("Ameisenbrot"), wodurch  eine Verschleppung der Samen durch Ameisen und somit eine erfolgreiche Verbreitung der Pflanzen sichergestellt wird. Bärlauch erreicht eine Höhe von 15 bis 20 cm. Wie alle Zwiebel-Arten hat auch der Bärlauch eine Wurzelzwiebel als Speicherorgan, das aber sehr schmal (bis 5 mm) und bis zu 3 cm lang ist. Die basalen, fleischig verdickten, Nährstoffe einlagernden Teile der Blätter bilden die Zwiebel.

In der Zeit von März bis Mai werden die langgestielten aus dem Boden sprießenden Blätter frisch zur Verwendung, vorzugsweise bevor die Pflanzen zu blühen beginnen, geerntet. Die Zwiebel  werden im Sommer und Herbst gesammelt.

Der Name des Bärlauchs hat möglicherweise insofern etwas mit Bären zu tun, da die früher in unseren Wäldern heimischen Bären diese Pflanzen nach dem Winterschlaf als erste Nahrung im Frühling in Fülle vorfanden. Der alte Name Ramsen nimmt auf den intensiven Knoblauchgestank Bezug und bezeichnet den üblen Geruch von Ziegen und Schafen. Tabernaemontanus berichtet, "daß die Milch vom Safft diß Krauts gerinnet und zusammen laufft" und weiter vom üblen starken Geruch und bösen Geschmack, "daß wann das Rindviehe es in der Weide versucht / so schmäckt und reucht die Milch / Käß / und die Butter so stark nach dem Knoblauch, dass die-selbige nicht leichtlich kann genossen werden." Durch die geschmackliche Veränderung der Milch wird diese ungenießbar, so daß Bärlauch als Viehfutter nicht brauchbar.

In der Antike ist der Bärlauch weder in Heilkunde noch in der Küche bekannt, jedoch nördlich der Alpen wurde er aber immer wieder bis auf den heutigen Tag als Knoblauchersatz verwendet. Häufige Funde von Überresten des Bärlauchs in den jungsteinzeitlichen Pfahlbauten des Voralpenlandes weisen schon auf eine frühe Verwendung dieser Pflanze hin, zu einer Zeit, als dort der echte aus dem Mittelmeerraum stammende Knoblauch noch nicht bekannt war.

Autor:

Gunter Krebs

Quelle:

BIOZAC - BIOkybernetisches Zentrum AAChen
Die Pflanzen des Capitulare de Villis
http://www.biozac.de/biozac/capvil/Cvallurs.htm

Wikipedia:
http://de.wikipedia.org/wiki/Bärlauch

 

 

Listinus Toplisten Ego Gunter Krebs indignus programator scripsi hunc situm TelaeTotiusTerrae anno domini 2003 Turba Delirantium
© by Turba Delirantium und Gunter Krebs (2003), alle Rechte vorbehalten  Jegliche Veränderungen, Kürzungen, Nachdrucke (auch auszugsweise) bedürfen der Genehmigung der Verfasser.

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