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 Ditmar von Aist:
Slāfst du, friedel ziere
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Slāfst du, friedel ziere?
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| 1 |
»Slāfst du, friedel ziere?
man weckt uns leider schiere:
ein vogellīn sō wol getān
daz ist der linden an daz zwī gegān.«
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»Es dämmert an der Halde,
man weckt uns, Liebster, balde.
Ein Vöglein aus dem Neste schwang
sich auf der Linde Zweig empor und sang.«
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| 2 |
»Ich was vil sanfte entslāfen:
nu rüefstu kint Wāfen.
liep āne leit mac niht gesīn.
swaz du gebiutst, daz leiste ich, friundin mīn.«
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»Noch lag ich sanft im Schlummer,
da weckte mich dein Kummer.
Lieb ohne Leid kann ja nicht sein.
Was du gebietest, tu ich, Liebste mein.« |
| 3 |
Diu fouwe begunde weinen.
»di rītst und lāst mich eine.
wenne wilt du wider her zuo mir?
owź du füerst mīn fröide sament dir!«
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Sie ließ die Tränen rinnen:
»Du reitest doch von hinnen.
Wann kommst du wieder her zu mir?
Ach, meine Freude nimmst du fort mit dir.«
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